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Wir schreiben das Jahr 1491DR in Faerûn auf der Insel Mintarn im Meer der Schwerter. Die Insel liegt östlich der Mondscheininseln und südwestlich von Tiefwasser. Das Klima ist etwas harscher als gemäßigt-maritim und sehr unbeständig. Häufig weht ein starker Wind meist von West nach Ost und Niederschlag, Schnee und Sturm sind keine Seltenheit. Mintarn gilt als neutraler Boden und unabhängig von allen Quellen werden sich alle in einem einig sein: Dort ist jeder willkommen.

Mintarn ist bekannt für seinen Schiffsbau, seine Söldner, seine Tavernen, grünen Wein, der auf Mintarn angebaut wird und den Drachen Hoondarrh, dem ein Tribut entrichtet wird. Bewohner Mintarns bezeichnen sich selbst als Tarnianer. Mintarns Wappen ist eine weiße Möwe auf blauem Hintergrund und darunter ist ein blaues Fischernetz auf weißem Hintergrund zu sehen.

Bild © Kritzelbox

Die Anreise wird in den meisten Fällen mit einem Schiff der Kompanie der ehernen Schwinge, einer Kompanie die auf Transporte spezialisiert ist, erfolgen, aber auch viele freie Händler oder andere Kompanien steuern den neutralen Boden Mintarns an. Der Weg führt über das Meer der Schwerter über schier endlose See bis vor der eigentlichen Küste Mintarns vereinzelt Felsen und winzige Inseln in Sicht kommen. Zuerst dürfte die hohe Steilküste im Süden am Horizont erkennbar sein, dann die Stadt Freihafen mit der großen Burg des Tyrannen und dann die Flachküste im Norden. Neben mehreren winzigen Inseln und Felsen geht es dann vorbei an Fischerbooten und anderen Handelsschiffen hinein in den Hafen, in dem reger Betrieb herrscht.

Mintarn wird von einem Tyrannen regiert. Den Titel hält im Jahr 1491DR Vegim Halborn.

Im Hafen werden diverse Waren umgeschlagen. Sind die Taschen tief genug, kann man auf Mintarn alles bekommen und so findet man alles was das Herz begehrt auf dieser Insel…für einen Preis. Einst fast ausschließlich bekannt für Söldner und Schiffe sind es jetzt vermehrt Getreide, Wein, Whiskey, Met und Holzwaren, die ihren Weg auf das Festland finden. Von dort importiert das Inselreich allerlei Waren unter anderem Werkzeuge, Feinwerkzeuge, Alchemieutensilien, Navigationsinstrumente, Weidenbast, Fischernetze, Stoffe, Farben, Tabak, Edelmetalle, Gewürze und Austern. Es gibt fast nichts, was nicht einen Abnehmer auf der Insel finden würde und ebenso gibt es beinah nichts, was ein Tarniraner nicht gewinnbringend zu Gold machen würde. Der rege Handel mit verschiedenen Gütern stellt daher die wichtigste Lebensader für Mintarn dar.

Durch die verschiedenen Handelspartner finden sich auch die verschiedenen Kulturen auf der Insel wieder. Der neutrale Boden Mintarns führt Kreaturen aus den widersprüchlichsten Regionen relativ friedlich zusammen und trotzdem, oder gerade deshalb, hat Mintarn seine eigenen kulturellen Besonderheiten entwickeln können. So finden sich Menschen aus allen großen Städten der Schwertküste, Elfen von den Mondscheininseln und anderswo, Orks von Nelanther, sowie Mischlingswesen aller Art und auch manchmal ein paar Hin oder Zwerge auf der Insel ein. Die Gründe sind so verschiedene wie die Herkunft der Personen. So kommen manche als Vertriebene, Abenteurer, Getriebene oder Suchende nach altem oder neuem Ruhm nach Mintarn um neue Wege zu beschreiten.

Am auffälligsten ist, dass Titel vom Festland keine Bedeutung haben. So werden in bestimmten Kreisen die Titel zwar in den Anreden benutzt, aber meist in geschlossenen Kreisen und der Höflichkeit wegen. Allgemein gilt: Adelstitel vom Festland interessieren hier niemanden. Der Adel besteht ausschließlich aus einem Geldadel und nicht etwa aus historischen Erblinien und so führen Macht und Gold zu einem Titel und er gilt damit als verdient und auch nur wer Geld und Macht nicht verliert, behält den Titel auch.

Die Steuern und Zölle sind in Mintarn eine Wissenschaft für sich und so sind häufige Schwankungen keine Seltenheit. Anders steht es um die Gesetze, die auf einer Tafel vor dem Rathaus angeschlagen sind und dort für jedermann zur Schau stehen. Die Durchsetzung der Gesetze allerdings sagt viel über die moralische Flexibilität der Tarniraner aus. Die Stadtwache besteht aus einer kleinen festen Mannschaft und wird durch Söldner unterstützt. Die Söldner bilden dabei meist die niedrigen Dienstränge. Festes Personal ist beinah ausschließlich in der Verwaltung und in den oberen Rängen angesiedelt.

In Freihafen gibt es das Hospitium, einen Waukeentempel, in dem sich Gebetsräume und Schreine diverser Gottheiten finden. Neben dem größten und bei Weitem eindrucksvollsten Tempel gibt es auch noch kleinere Schreine in Freihafen.

Auch wenn es viele erfolgreiche Händler und Kaufleute gibt, so stechen die großen Häuser, die Kompanien hervor, die über Generationen hinweg ihre Macht und ihren Wohlstand ausbauen konnten. Aufgrund der Neutralität Mintarns, dem steten Angebot an Söldnern und Schiffen bietet sich für diese Kompanien in Freihafen ein geradezu paradiesischer Standort. Und so wundert es auch nicht, dass sich hier die “Fünf Kompanien des Westens”, ein Verbund von großen Handelskompanien niedergelassen haben. Die Gilde der Gelehrten hat viel ihres Ansehens eingebüßt, nachdem sie versuchte Hoondarrh auszutricksen und dieser sich rächte, in dem er das Viertel niederbrannte. Jetzt haben sie mit den Folgen ihres Fehlschlags und einer wütenden Bevölkerung zu kämpfen.

Mintarn
Funktion Spielinsel
Region Meer vor der Schwertküste in Faerûn
Größe 2300km²
Klima Gemäßigt mit Nebel und Niederschlag
Infrastruktur Hafenstadt, Werft, Höfe
Gesellschaft
Einwohner 20042
Oberklasse Mintarner Adel, Klerus, Reiche Händler
Mittelklasse Beamte, Händler, Handwerker
Unterklasse Hafenarbeiter, Arbeiter
Kommerz
Importe Werkzeuge, Feinwerkzeuge, Alchemieutensilien, Navigationsinstrumente, Weidenbast, Fischernetze, Stoffe, Farben, Tabak, Edelmetalle, Gewürze
Exporte Schiffe, Söldner, Getreide, Wein, Whiskey, Met, Holzwaren
Politik
Regent Vegim von Halborn
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  • Last modified: 2021/07/11 15:53
  • by bolgfred